Nationale Normung (DIN)

Ziel der nationalen Normung ist die Erstellung technischer Normen zum Nutzen der Wirtschaft und der gesamten deutschen Gesellschaft. Diese Aufgabe erfüllt das Deutsche Institut für Normung (DIN).


Die fachliche Arbeit wird von Experten in Normenausschüssen (NA) mit den zugehörigen Arbeitsausschüssen, Unterausschüssen und Arbeitsgruppen wahrgenommen. Die Experten werden von den interessierten Kreisen entsandt.
Die interessierten Kreise setzen sich je NA unterschiedlich zusammen. Sie kommen i.d.R. aus Industrie, Behörden, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Wissenschaft.

Ein Normenausschuss (NA) trägt auf seinem Fach- und Wissensgebiet verantwortlich die nationale, europäische und internationale Normung.

DIN (Deutsches Institut für Normung)

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) ist das nationale Normungsinstitut in Deutschland. Der Verein entwickelt in Zusammenarbeit mit Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbrauchern und Behörden technische Standards (Normen) zur Rationalisierung und Qualitätssicherung. Es vertritt die deutsche Normungsarbeit in der europäischen (CEN) oder internationalen Normung (ISO).


Der Verein wurde zunächst ausschließlich für die Industrie gegründet, um durch Harmonisierung der technischen Spezifikationen Handelshemmnisse zu umgehen. Im Oktober 1992 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium (BMU) und dem DIN geschlossen, um die Berücksichtigung von Umweltbelangen in der Normung zu gewährleisten. ("Töpfer-Vertrag"). Damit ist gewährleistet, dass in einigen Normenausschüssen Vertreter der Umweltverbände sitzen.


Die fachliche Arbeit der Normung erledigen Experten in Arbeitsausschüssen bzw. Komitees. Die Experten werden von den sog. interessierten Kreisen (Industrie, Behörden, Umweltverbände, Gewerkschaften, Wissenschaft) entsandt.


Für eine bestimmte Normungsaufgabe ist jeweils nur ein Arbeitsausschuss bzw. ein Komitee zuständig.
Im Regelfall sind mehrere Arbeitsausschüsse zu einem Normenausschuss zusammengefasst. Einer der 73 Normenausschüsse ist z. B. der Normenausschuss Bauwesen (NABau).

Der Normenausschuss Bauwesen (NABau) ist im DIN für die nationale, regionale (europäische Normung des CEN) und weltweite (internationale Normung der ISO) Normungsarbeit in bauspezifischen Bereichen zuständig. Er vertritt in der entsprechenden Normungsarbeit den nationalen Standpunkt.