Europäische Normung (CEN)

Ziel der europäischen Normungsarbeit ist es, ein einheitliches Normenwerk für den Europäischen Binnenmarkt zu schaffen. Diese Aufgabe erfüllt das Europäische Komitee für Normung (CEN, Comité Européen de Normalisation). Die Übertragung auf CEN basiert auf der Entschließung des Rates vom 7. Mai 1985 über eine neue Konzeption (New Approach) auf dem Gebiet der technischen Harmonisierung und Standards. (Neue Konzeption)


Wünscht die Europäische Kommission die Konkretisierung einer allgemeinen Rechtsvorschrift (z. B. Innenraumluftqualität), kann sie CEN einen Normungsauftrag (Mandat) erteilen. Die erarbeiteten Normen bezeichnet man als harmonisierte Europäischen Normen (EN). Sie müssen von den CEN-Mitgliedern als nationale Normen übernommen werden.


Die Konformität eines Produktes mit harmonisierten Normen wird durch die CE-Kennzeichnung belegt. Nur Produkte mit CE-Zeichen dürfen in den Verkehr gebracht werden.

Die direkte Beteiligung bzw. Interessenvertretung spezifischer interessierter Kreise - z. B. Umweltverbände - ist bei der europäischen Normung in den Ausschüssen nicht möglich. Dort sind ausschließlich nationale Normungsinstitutionen vertreten. Die Vertretung der Umweltinteressen muss also auf nationaler Ebene stattfinden und in den europäischen Gremien gespiegelt werden.

CEN (Comité Européen de Normalisation)

Das CEN ist die Europäische Normungsorganisation. Nationales Mitglied für die Bundesrepublik Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung (DIN).

-Organe des CEN

Aufgabe des CEN ist die freiwillige technische Harmonisierung von Normen. Harmonisierung mindert Handelshemmnisse, erhöht die Sicherheit, fördert die Interoperabilität von Erzeugnissen, Systemen und Dienstleistungen und erleichtert die Verständigung im technischen Bereich.


Die fachliche Normungsarbeit wird in den Technischen Komitees (TC) geleistet.
Im CEN vertreten sind

  • 30 nationale Mitglieder,
  • 7 assoziierte Normungsinstitutionen,
  • 2 Berater aus der EU-Kommission und EFTA,
  • das CEN-Management-Center, Brüssel.



Assoziierte Normungsorganisationen: An der Generalversammlung (ohne Stimmrecht), am Verwaltungsrat und dem Technischen Büro können sieben formell assoziierte Normungsorganisationen teilnehmen. Sie erhalten alle relevanten Dokumente und Informationen. Zu den "Assoziierten" gehören drei Industrie- und drei Vertreter der gesellschaftlichen Interessen, davon ein Vertreter der Umweltinteressen:

  • ANEC ( Europäischer Verbraucherverband),    
  • ETUI-REHS (European Trade Union Institute for Research, Education, Health and Safety) ,
  • NORMAPME (KMU-Organisation - kleine und mittlere Unternehmen),
  • ECOS (repräsentiert die Umweltverbände in der europäischen Normung),
  • CEFIC (chemische Industrie),    
  • EUCOMED (Medizintechnologie),
  • FIEC (Bauindustrie).             
  • Außerdem können 2 Berater aus der Europäischen Kommission und der EFTA an der Generalversammlung und dem Verwaltungsrat teilnehmen.


Das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertritt die deutschen Interessen bei europäischen (CEN-)Normungsprojekten. Diese Projekte werden in nationalen Arbeitsgremien des DIN gespiegelt und deren Ergebnisse von Delegierten der Arbeitsgremien in die internationalen Projekte eingebracht.
Die Einbeziehung von Umweltaspekten erfolgt über die Spiegelung der nationalen Aktivitäten im CEN (http://www.cen.eu/cenorm/homepage.htm) und durch das Environmental Help Desk (EHD).

http://www.cen.eu/cenorm/workarea/advisory+bodies/environmental+helpdesk/index.asp