Ziel der internationalen Normungsarbeit ist es, ein einheitliches Normenwerk für den globalen Markt zu schaffen, um somit Handelsbarrieren zu umgehen. Diese Aufgabe erfüllt die International Standard Organisation (ISO).
Die Übernahme von ISO-Normen durch europäische oder nationale Normungsinstitute ist fakultativ. Werden jedoch einzelne Normen von dem Europäischen Komitee für Normung (CEN, Comité Européen de Normalisation) oder dem Deutschen Institut für Normung (DIN) übernommen, ergeben sich gewisse Übernahmezwänge für die Normungsorganisationen:
Um Doppelarbeiten zu vermeiden, besteht zwischen den Europäischen Normungsorganisationen und ISO eine enge Zusammenarbeit. Auch besteht eine Vereinbarung, dass Normungsprojekte, die auf internationaler Ebene erarbeitet werden, auf nationaler Ebene ruhen (Wiener Abkommen von 1991).
Die Beteiligung bzw. direkte Interessenvertretung spezifischer interessierter Kreise - wie z. B. der Umweltverbände - ist bei der internationalen Normung nicht möglich. In den dafür zuständigen Ausschüssen sind ausschließlich die nationalen Normungsinstitutionen vertreten. Die Vertretung der Umweltinteressen muss also auf nationaler Ebene stattfinden und in den internationalen Gremien gespiegelt werden. Eine Art "by-pass" ist möglich, wenn z. B. die Europäischen Umweltverbände (ECOS) als Liaison in den Ausschüssen mitwirken. Sie dürfen teilnehmen, aber nicht abstimmen.
Heute der größte Teil der DIN-Normen auf europäischer und internationaler Ebene erarbeitet.
Die ISO erstellt harmonisierte internationale Normen für den globalen Markt. Dadurch werden unnötige Handelshemmnisse für den internationalen Handel umgangen.
Sie hat 157 Mitglieder aus Industrie- und Entwicklungsländern. Normungsinstitute aller Länder der Welt können Mitglied werden. Jedes Land kann jedoch nur durch ein Normungsinstitut vertreten sein. Für Deutschland ist dies das Deutsche Institut für Normung (DIN).
In den Lenkungsgremien der Normungsprojekte von ISO hat jedes Land eine Stimme, unabhängig von seiner Größe, in den nachgeordneten Arbeitsausschüssen jeder Experte.
Die fachliche Normungsarbeit erfolgt in den Arbeitsgruppen der Unterkomitees eines Technischen Komitees.

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