Neubau Wirtschafts- und Betreuungsgebäude für die Deutsch- Französische Brigade in Donaueschingen
Baumaßnahme des Bundesministeriums für Verteidigung
Der Neubau liegt zentral im Bereich der „Kaserne Foch“ in Donaueschingen. Der südliche Binnenbereich mit den umgebenden Wohngebäuden, Exerzierplatz und Grünbereich hat einen repräsentativen Charakter. Der nördliche Bereich grenzt an Werkstattgebäude an und beherbergt den Parkplatz und die geplante Waffenkammer. Die Maßnahme ist im Bau; die Rohbauarbeiten werden noch im Laufe des Jahres abgeschlossen.
Gliederung - Untergeschoss mit vorgelagertem Hof, darüber ein zweigeschossiger rechteckiger Baukörper mit aufgesetztem Dachaufbau
Konstruktion - innerer, massiver Kern und umgebendes Stahlbetonskelett mit vorgehängter Fassade
Entscheidungsprozess zur Umsetzung des nachhaltigen Bauens
am Beispiel Gebäudefassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion mitintegrierter natürlicher Lüftung über Fassade und Oberlichterfür die Speisesäle
Umsetzung:
Die Lösungen sind das Ergebnis aus verschiedenen Variantenbetrachtungen im
Planungsprozess
- zu unterschiedlichen Fassadenkonstruktionen
- zur Lage und Bauweise der Zu- und Abluftöffnungen
- zur Erwärmung der nachströmenden Luft
- zur messtechnischen Regelung der Abluft in Abhängigkeit zur Luftqualität
- zur Beleuchtung der Speisesäle
Bewertung der Nachhaltigkeit:
Die ausgewählte Gebäudefassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit integrierter Lüftung über die Fassade sorgt für eine optimale natürliche Belüftung und Nachtluftkühlung. Die Oberlichter unterstützen die optimale Tageslichtnutzung in den Speisesälen. Weitere Vorteile der konstruktiven Lösung sind:
- Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Holztragwerk (nachwachsender Baustoff)
- Erwärmung der nachströmenden Luft in der kalten Jahreszeit
- innenliegender, beweglicher Sonnenschutz als Lamellenjalousie
Ökologie
- natürliche Belüftung und Nachtauskühlung
- natürliche Belichtung
- Beleuchtungstechnik auf Tageslichtnutzung abgestimmt
- Konzept für ökologische Auswahl der Baumaterialien
- Biogas-Anlage für Verwertung der Küchenabfälle
- Photovoltaik-Anlage
- Abwärmenutzung aus Kleinkälte
Ökonomie
| Bereich | Werte |
|---|---|
| Gesamtinvestitionen | 15.635.000 Euro |
| erwartete Betriebskosten | 228.000 Euro/a |
| Flächenkennwerte | |
| HNF/BGFa | 0,54 |
| A/V | 0,26 1/m |
| Anteil versiegelter Flächen an Grundstück | 36 % |
| sonstige Aspekte | |
| Reduzierung der Energiekosten | |
| Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Energieversorgung, Lüftungs-, Fassadenkonzept usw. | |
Sozio-kulturell
Gesundheit und Behaglichkeit
- Simulationen zum sommerlichen Wärmeschutz, zur Tageslichtnutzung und zur natürlichen Lüftung
- Klimatisierung des Gebäudes mit natürlicher Lüftung und Nachtauskühlung









