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Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter

Städtebau und Architektur

-Umweltbundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter - Ansicht Bruchmachtersenstrasse
Umweltbundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter - Ansicht HalleKlicken Sie zum Vergrößern auf das Bild!

Der Neubau öffnet sich in Form einer Kammstruktur in Richtung des Stadtparks. Zwischen den Kämmen befinden sich als ökologische Nischen die Regenwasserrückhaltungen.

Die 4 - 5 geschossige Bauweise ist durch klare Gestaltungselemente gegliedert und erzeugt eine städtebauliche Qualität für das gebaute und landschaftsbezogene Umfeld. Der Standort befindet sich in zentraler Lage neben dem Bahnhof, direkt am Zentrum des Ortes in optimaler Anbindung an den örtlichen und überörtlichen Individualverkehr.

Die Architektursprache wird durch die Materialwahl unterstrichen. Die Mauerwerksfassade als Lochfassade betont die einfachen Gebäudestrukturen. Glas- und Fensterkonstruktionen werden in Stahl bzw. Holz ausgeführt. Die Eingangshalle, die sich zur Stadt hin öffnet, ist durch eine Blindfassade umrahmt und erhält einen äußeren Abschluss durch eine Stahl-Glasfassade und eine
reduzierte Glas-Dachkonstruktion.

Die behindertengerechten Zuwegungen von außen und im Inneren des Gebäudes sind gegeben.


 

Entscheidungsprozess zur Umsetzung des nachhaltigen Bauens am Beispiel am Beispiel Beleuchtungskonzept


Umsetzung:

  • Ergebnis aus insgesamt drei Varianten Im Vordergrund der Auswahl standen Funktion und Wirtschaftlichkeit der Lösung.
  • Zur Untersuchung der Qualität der Beleuchtung für verschiedene Raumgrößen, Lichtfarben und Bauarten (Spiegelstellung etc.) wurden u.a. Musterräume vor und in der Bauphase mit Originalbeleuchtung errichtet.
  • Leuchtenhersteller wurden als externe Berater hinzugezogen.
  • Eine hohe Zufriedenheit der Nutzer über die innovative Büroraumbeleuchtung in Verbindung mit einer angenehmen optischen und gestalterischen Wirkung der Büroräume hat sich bestätigt.

 

Bewertung der Nachhaltigkeit:

Einbau einer besonders wirtschaftlichen und den Bedürfnissen der Benutzer gerechten Büroraumbeleuchtung. Die Kriterien für die Auswahl des Lösung waren:

  • gute Ausleuchtung am Arbeitsplatz
  • gestaffeltes Licht im Raum
  • energiesparend
  • ermüdungsfreies Sehen
  • gestalterische Qualitäten
  • geringe Investitionskosten
  • geringe Betriebskosten

Ökologie

  • Niedrigenergiehausstandard
  • kompakte Baukörperausformung
  • Vermeidung von großen Fensterflächen
  • temporärer Wärmeschutz für die Fenster während der Nachtzeit
  • tageslichtabhängige Lichtsteuerung für Büroräume
  • geringe Oberflächenversiegelung
  • Einsatz ökologisch unbedenklicher Baustoffe (Kalksandstein),
  • Einsatz von Recycling-Materialien soweit möglich
  • Verzicht auf tropische Hölzer (Fenster , Türen und Bekleidungen aus einheimischem Holz)
  • Errichtung eines extensiven Gründaches mit verzögerter Ableitung des Regenwassers über Öko- Teiche in den Innenhöfen in Richtung Vorflut
  • lange Standfestigkeit der Dacheindichtung durch gewählte Konstruktion (Bauform, Material, Begrünung)
-Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter - Regenwassernutzung Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild!
Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter - Regenwassernutzung

Ökonomie

Bereich Info/Wert
Gesamtinvestitionen 28.623.000 Euro
Betriebskosten (2003) 579.500 Euro/a
   
Flächen  
NF/BGFa 0,40
Anteil versiegelter Flächen an Grundstück ca. 28 %
   
Sonstige Aspekte  
  reduzierte Sonderbeleuchtung
  Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Energieversorgung, Beleuchtungskonzept usw.

Sozio-kulturell

Gesundheit und Behaglichkeit

  • zur Verbesserung des Raumklimas Verwendung von massiven Baustoffen (Kalksandstein) für alle tragenden und nicht tragenden Wände. Die Decken sind in Stahlbeton erstellt.
  • Die Größe der gut gedämmten und gedichteten Fenster wurde im Bürobereich auf ein notwendiges Maß  reduziert. Außen liegende Sonnenschutzeinrichtungen begrenzen den Wärmeeintrag in den warmen  Jahreszeiten.
  • Die Büroräume werden natürlich belichtet und belüftet.
  • Die Bürobeleuchtung ist nach der DIN 5035 und der AMEV-Richtlinie „Beleuchtung 84” und „Bildschirm 89” ausgeführt. Ca. 90 % der Arbeitsplätze erhalten Leuchten für Bildschirmunterstützung, der Rest BAPSpiegelrasterleuchten.

Fotos / Grafiken

-Beleuchtung des Büroraums - Klicken zum Vergrößern des Fotos
Teich im Innenhof - Klicken zum Vergrößern des Fotos